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Elton

© WDR

1971 wurde Elton nahe Hamburg aus der Elbe gefischt. Nach wenigen Wochen war klar, dass es sich um einen Jungen handelt. Da er permanent schrie und schon früh eine Brille brauchte, nannte man ihn spontan “Elton”.

Die Taufe übernahm sein Entdecker Käpt’n Blaubär, der ganz nach Ritual eine volle Flasche Sekt gegen Eltons Bug knallte. Als die Wunden 1978 langsam verheilt waren, kam Elton in die Schule. Dort wurde er kategorisch vom Sportunterricht ausgeschlossen und lernte weder lesen noch schreiben. Zu Beginn der 80er landete der kleine Elton nach einer durchzechten Nacht erstmals auf St. Pauli. Spontan entschloss er sich, autonom zu werden. Er schaffte es sogar so autonom zu werden, dass er gänzlich in Vergessenheit geriet.

1994 stieg Elton dann aber auf wie Phoenix aus der Asche. Er bekam seine ersten Fernsehrollen. Im Tatort spielte er eine Eiche. Bei verschiedenen Automagazinen spielte er Dummies, und bei mehreren Talkshows spielte er sich am Gestell seiner Brille. Im Jahr 2000 schaffte Elton seinen ersten Durchbruch – den seines Blinddarms.

2001 dann den zweiten – den im Fernsehen. Stefan Raab entdeckte Elton, als er in einem Hamburger Neubau Farbe beim Trocknen zuschaute. Begeistert engagierte Raab Elton vom Fleck weg als Praktikanten. Vorher zeigte er ihm netterweise noch, wie und wo man sich am besten hinstellt, um beim Trampen möglichst schnell von Hamburg nach Köln mitgenommen zu werden.

Seit kurzem wohnt Elton am Stadtrand von Köln – in einem gepflegtem Rohbau. Und wenn er so weiter macht wie zuletzt, bekommt er bald sogar Bettzeug. Sein Entdecker, Gönner und Mäzen Stefan Raab ist für den mopsfidelen Praktikanten eine Art zweiter Vater geworden. Nicht zuletzt deshalb steht Stefan wohl als Empfänger in Eltons neuem Organspenderpass.

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